Grundkurs 3:  Verstehen


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Liebe Eltern,

die Pubertät ist eine Zeit der allgemeinen Verunsicherung. Verunsichert sind die Jugendlichen selbst, die oft nicht verstehen, was in ihnen vorgeht. Die körperlichen Veränderungen sieht man (Pickel, Brüste, Behaarung, etc.), und die meisten Teenies fühlen sich damit gar nicht wohl. Die Gefühlsausbrüche spüren sie selbst und werden von Anderen bemerkt, aber beide Seiten sind dem oft hilflos ausgeliefert. Die Gedanken scheinen in den Jugendlichen präsenter denn je zu sein, sie grübeln tatsächlich über "Gott und die Welt" nach. Aber das machen sie mit sich selbst aus. Nach außen geben sie sich meist cool und unnahbar, interessenlos oder einseitig. Das führt oft zu Unverständnis und Ohnmacht auf beiden Seiten, denn niemand ist es gewohnt und konnte sich darauf einstellen.

Dass die Pubertät ein wesentlicher und vielleicht der zentralste Entwicklungsschritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden ist, davon haben Sie vielleicht schon einmal gehört. Dennoch sieht es so aus und fühlt es sich so an, als ob alles schief läuft, als ob alles aus dem Ruder läuft. Die Jugendlichen fühlen sich unverstanden und die Eltern haben große Angst, dass sie sich durch ihr Experimentierverhalten in Gefahr bringen. Ein Austausch darüber ist oft nur schwer möglich!


Ausgelöst wird die Pubertät durch sowohl hormonelle als auch neurobiologische Veränderungen in dem jungen Menschen selbst. Noch vor Jahren verstand man die Gefühlsausbrüche -wenn überhaupt- als hormonell bedingte Veränderung.

Heute weiß man, dass gerade das Gehirn erheblichen Umbaumaßnahmen unterworfen ist, durch die sich die Verhaltensveränderungen der Teenager besser verstehen und erklären lassen. Schauen Sie sich doch dazu einmal den folgenden kleinen Film an:


Ist es nicht interessant, was da alles in den Köpfen unserer Teenies passiert? Und es wird deutlich, wie wichtig diese Umbaumaßnahmen sind, damit aus unseren Kindern kompetente Erwachsene werden. Aber genauso deutlich wird, wie schwer es auch für die Jugendlichen selbst ist, mit diesen überschießenden Gedanken und Gefühlen klar zu kommen. Dabei brauchen sie Ihre Begleitung und Unterstützung. Nicht mehr so, wie in der Zeit, als sie Kinder waren, aber anders!

In diesem Sinne geht es darum, eine andere Beziehung aufzubauen,
eine Beziehung mehr und mehr auf Augenhöhe,
eine Be-ziehung statt der bisher üblichen Er-ziehung!


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Das Wichtigste in Kürze!
1. Von der Kindesliebe Abschied nehmen.
2. Die zentralen Themen eines Jugendlichen
- Was ich werden will!
- Auf der Suche nach sich selbst!
- Wie Mädchen und Jungen ihre Geschlechterrolle finden!
D.pdf
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Hier kommen Sie zu den Übungen in dieser Woche! Gönnen Sie sich Ihre täglichen 10 - 15 Minuten für sich


 

Und hier können Sie sich schon einmal darüber informieren, was Sie im 4. Teil des Elternkurses zum Thema Handeln erwartet.